Mediationsbüro Frankfurt

Analysieren Sie unterschiedliche Konflikte mit dem Phasenmodell der Eskalation

Analysieren Sie unterschiedliche Konflikte mit dem Phasenmodell der Eskalation von Prof. Friedrich Glasl.

Analysieren Sie unterschiedliche Konflikte – z.B. Differenzen zwischen Kollegen oder Streit in der Familie aber auch Konflikte zwischen Vertragspartnern, Unternehmen etc. – mit dem "Phasenmodell der Eskalation" von Prof. Friedrich Glasl.

Welche Verhaltensweisen und Streit-Symptome sind denn zu beobachten?

  • Die Zusammenarbeit funktioniert z.B. nicht mehr so gut und Sie ärgern sich immer öfter über jemanden. Sie nehmen erste Spannungen wahr, z. B. gelegentliches Aufeinanderprallen unterschiedlicher Meinungen, nehmen dies jedoch noch nicht als Beginn eines Konflikts wahr, weil die Situation harmlos scheint.
  • Die Gegensätze werden fundamentaler. Man kann den Ärger nicht mehr einfach so runter schlucken, sondern versucht, den anderen durch rationale Argumente zu überzeugen oder wird polemisch. Jeder beharrt kompromisslos auf seinem Standpunkt und es entsteht ein Schwarz-Weiß-Denken.
  • Die Konfliktpartner erhöhen den Druck auf den jeweils anderen, um sich oder die eigene Meinung durchzusetzen. Reden hilft nicht mehr, Gespräche werden immer öfter ergebnislos und frustriert abgebrochen. Es findet keine verbale Kommunikation mehr statt. Stattdessen wird "gehandelt" (z.B. das Geschirr des Kollegen wird nicht mitgespült).
  • Weil jeder denkt "ich bin im Recht" wird der Gegner denunziert und die Beteiligten suchen Sympathisanten und Verbündete für ihre Sache. Es werden Parteien gebildet und gemeinsam gegen einander taktiert – z.B. durch die Verbreitung peinlicher Gerüchte über die andere Partei. Der Gegner wird nun auch für das eigene Verhalten verantwortlich gemacht, weil man ja selbst nur auf sein unmögliches Verhalten reagiert.
  • Die Angriffe werden persönlich, die Schläge zielen immer mehr unter die Gürtellinie. Der Gegner wird durch alle Arten von Unterstellungen bloßgestellt und soll damit in seiner Identität vernichtet werden und sein Gesicht verlieren. Man kann den Kontrahenten nun nicht mehr "sehen", ohne negative Gefühle zu bekommen.
  • Mit Drohungen und Gegendrohungen versuchen die Konfliktparteien, die Situation zu kontrollieren. Es wird beispielsweise mit einer hohen Forderung gedroht – verschärft mit Sanktionen (die weh tun), falls die Forderung nicht erfüllt wird (wenn – dann).
  • Mit Menschlichkeit ist jetzt Schluss. Dem Gegner soll ab jetzt mit allen Kniffen und Tricks empfindlich geschadet werden. Motto: "ich mach ihn fertig!"
  • Das feindliche "Unterstützersystem" soll durch Attacken zum Zusammenbruch gebracht werden. Die Kontrahenten versuchen, "lebenswichtige" Funktionen des Gegners zu zerstören – seien es materielle oder auch seelische, soziale oder geistige Werte.
  • Man will den Gegner nur noch in den Abgrund stoßen – auch wenn man dann selbst mitgerissen wird. Auch Schäden, die man damit anderen Menschen, dem Unternehmen, Beziehungen oder Streitgegenständen etc. zufügt, halten einen nicht mehr von der gegenseitigen Vernichtung ab.

Der Konflikt-O-Mat kann keine Rechtsberatung leisten. Für die Richtigkeit der enthaltenen Angaben wird keine Gewähr übernommen.